Warum einfach?

Ich gehöre ja eher zu den Menschen, die es sich manchmal kompliziert machen. Also wenn ich eine Fliege fangen will, jage ich sie unter den Tisch und säge dann die Tischbeine ab. Neulich habe ich bemerkt, dass ich Salz- und Pfefferstreuer beim Nachfüllen inhaltlich verwechselt habe. Ihr denkt jetzt natürlich: Ja und? Dann wechsel doch einfach die Streudeckel aus und schon stimmt’s wieder. Und was mache ich? Ich bereite erstmal ein kleines Operationsfeld mit zwei extra-saugstarken Küchentüchern vor, schraube die Deckel ab, schütte den jeweiligen Inhalt auf ein Küchentuch, und führe Pfeffer und Salz in ihre dazu bestimmten Dosen zurück. Zur Information: Die beiden Dosen sind absolut identisch – außer dem Deckel und den verschieden großen Öffnungen. Das also dazu. An dieser Stelle darf jetzt ruhig mal ausgelassen gelacht werden.

Nun ist es jedoch so – das will ich zu meiner Verteidigung anmerken – dass die komplizierte Handhabung mancher Dinge auch bereichernd sein kann. So hat die Gewürzumfüllaktion mir einen herzzereißenden Nieser entlockt – ob der Schärfe des Pfeffers – der so befreidend war, dass ich danach das Gefühl hatte, 4 km gejoggt zu haben (oder. gejoggt zu sein?). Auch die Tischbeine vom Fliegenfangen kann ich wunderbar verwerten. Sie werden nächstes Jahr im Garten für die Stabilität meiner Tomatenpflanzen sorgen.

Es lohnt sich meines Erachtens, manche Dinge nicht immer nur gemäß dem „Schema F“ anzugehen. Ab und zu mal die Taktik ändern schafft völlig neue Erfahrungen. Und die können manchmal so richtig Spaß machen. Von der Erkenntnis „So habe ich das noch gar nicht gesehen“ bis zum Entschluß „Das mache ich jetzt immer so“ ist alles drin.

Laßt euch doch mal von euch selbst überraschen…. 🙂

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Ein Kommentar zu „Warum einfach?

  1. Nein, ich kann „einfach“ auch nicht, weil mein Denken viel zu kompliziert ist. Oftmals muss ich selbst STOPP!! zu mir sagen und mich zwingen einfach zu denken. Es ist deshalb nicht einfach für mich einfach einfach zu sein, weil meine Eltern mich auf Pedant und Klassenprimus getrimmt haben, nicht mit Motivation, wie es heute Mainstream ist, sondern noch mit Züchtigugen körperlicher Natur oder seelischen wie z.B. TV-Entzug, alles so Dinge, die heutzutage als Folter bezeichnet würden. Waterboarding kannten sie noch nicht, und Amnesty war seinerzeit noch unbekannt. Sowas prägt, für mich ist einfach einfach zu kompliziert…. Aber watt soll man machen 😉

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