Dach

Also, ich meine hier nicht das norddeutsche „Tach“ für „guten Tag“.  Ja, ja – das schreibt sich ja mit „T“ und nicht mit „D“. Aber so mancher Plattdüttsche spricht dat denn och mal wie nen „D“ aus. Wenn er mal so kuschelig drauf ist….

Da geht’s aber nicht drum.

Ich finde Dächer faszinierend. Heute abend habe ich aus meinem Balkonfenster hinausgeschaut, wie so oft. Aber heute abend habe ich die Hausdächer meiner Nachbarn so richtig im Fokus gehabt. So viele Dächer. In verschiedenen Farben gedeckt. Alle mit dem gleichen Ziel: Vor Unwetter schützen, Wärme speichern und Unterschlupf gewähren.

Dann war ich mit meiner Fellnase spazieren. Und habe ganz viele Dächer gesehen. Die, wie die Natur sie schafft. Soviele Bäume. Ein Blätterdach hat etwas sehr beschützendes. Es ist so erhaben, weil man es über sich so direkt sehen kann. Es ist einfach da. Dieses Blätterdach hat mich einfach fasziniert.

Es begann plötzlich stark zu regnen. Das hatte man ja aufgrund des Himmels heute auch fast sekündlich erwarten können. Und da war dann dieser Baum. Ich blieb drunter stehen. Und wurde nicht naß. Obwohl der Blick in den Himmel möglich war. Ich wurde einfach nicht naß. Dieser Baum ließ mich im wahrsten Sinne des Wortes nicht „im Regen stehen“. Das war ein echt super Gefühl. Du bist mittendrin, riechst die Natur, die würzige Erde, fühlst Dich verbunden mit deiner Umgebung.

Dann komme ich nach Hause. Schließe die Tür auf, gehe hinein in meine „Oyster“. Und da fühlt sich irgendwie alles anders an. Draußen war alles so offen, so frei. Hier ist es überschaubar, es gibt einzelne Räume. Das hat auch etwas Beruhigendes. Es ist nicht nur das Dach, das mir Sicherheit vor dem Regen gibt. Es ist ein Gefühl der Geborgenheit. Hier darf ich mich sicher fühlen. Ich bin in meiner kleinen eigenen Welt. Und in die kuschele ich mich ein. Und während ich mich dem wohligen Gefühl hingebe, erinnere ich mich an das wunderbare Blätterdach. Und die Gerüche. Das beruhigende Geräusch, wie der Regen auf die Blätter fällt.

Dächer sind etwas Wunderbares…..

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2 Kommentare zu „Dach

  1. Wir Sachsen sprechen das „Tach“ auch mit „D“ – allerdings weiten wir das noch aus in: „Dachschen“, da wir ja grundsätzlich vor das „ch“ ein „s“ setzen :-).
    Das hast Du wunderschön beschrieben, liebe Rita. Ich kann es sehen, es fühlen – mich mit einkuscheln.

    Herzliche Montagsgrüße von
    Sylvia.

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