Faszination Wasser

Wasser ist ein phänomenales Grundelement. Ich finde es einfach wunderbar. Als ich dieses Bild einfing (es wollte gerade weglaufen), habe ich mich einfach mal in die Wiese gesetzt. Habe ins Wasser gestiert. Nicht, dass ich jetzt auf irgendwelche Nixen oder sonstige Wesen spekuliert hätte. Nein! Weit gefehlt.

Das Wasser war einfach beruhigend. Der leichte Vorwärtsdrang des Wassers, kaum spürbar, aber dennoch sehr präsent. Nichts kommt dem leisen Plätschern von Wasser gleich. Wasser ist das Element, mit dem wir schon in frühester Entwicklung so unsere Erfahrungen machen. Im Mutterleib schützt uns das Wasser vor Stössen, es hüllt uns ein in eine Wohlfühlwoge. Geräusche kommen wie durch einen Filter an. Nicht die schlechteste Umgebung. Aber dann zwingt einen die Natur halt, diesen Ort zu verlassen. Und was machen wir? Wir protestieren auf heftigste – wir schreien!!! Ich habe nicht geschrien. Wahrscheinlich fühlte ich mich des Wertvollsten beraubt und konnte es gar nicht fassen. War so gesehen „mundtot“. Der Po-Klaps holte mich dann wohl in die Realität, und ich schrie, schrie und schrie. Heute schreie ich nicht mehr. Schon lange nicht mehr. Ist man erst mal auf der Welt, darf man das auch nicht mehr.

Wasser kann aber weitaus mehr. Wasser ist klärend und säubernd. Wenn ich unter der Dusche stehe, spüre ich es. Ich meine nicht das „refreshening“ mit einem trendigen Duschgel, das mit schweren Düften die Sinne betäubt. Nein, ich meine das reine Wasser, das nicht nur meinen Körper sondern auch meinen Kopf freispült. Nach dem Duschen fühle ich mich auf sonderbare Weise befreit.

Und doch kann Wasser auch zerstörerisch sein. So, wie es Leben gibt, kann es Leben auch nehmen. Viele Menschen haben in den letzten Wochen ihr Leben in dieser Urgewalt verloren. Das Wasser hat unzählige Seelen auf ihrer Flucht verschlungen. Hat sie dorthin gebracht, wo sie einst herkamen. Zurück in einen riesigen Mutterleib. Aber gibt dieser Mutterleib den Verstorbenen das Ur-Vertrauen zurück? Ich weiß es nicht. Ich wünsche es ihnen von Herzen.

Wenn Wasser so gewaltig sein kann, ist es dann für uns Menschen uneingeschränkt wunderbar? Ohne Wasser kein Leben, zuviel Wasser  – auch kein Leben. Das berühmte zweischneidige Schwert.

Ich habe leicht reden – ich kann mich an das Ufer des kleinen Flusses setzen und den seichten Bewegungen des Wasserlaufs folgen……..

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