Eine Hommage an Hugo

Hugo verdient es, seinen Platz in meinem Blog zu bekommen. Er ist allgegenwärtig, stets präsent. Egal, wo ich mich aufhalte – Hugo ist zur Stelle. Sitze ich am Computer, so ist er mit einem Sprung auf dem Schreibtisch, um sofort mein Geschreibsel Korrektur zu lesen. Gern fügt er auch selbst per Tastatur einige Passagen ein. An den Übersetzungen arbeite ich jedoch noch…….

Gerade ist er wieder damit beschäftigt, meinen Dachboden mausefrei zu halten. Er nimmt seine Arbeit sehr ernst und ist voller Eifer bei der Sache. Heute morgen hat er sich Cäsar als Verstärkung mitgenommen. Auch beim Putzen ist er stets dabei. Er schaut mir dabei über die Schulter und prüft jeden Handgriff. Wäsche auffalten findet er total spannend. Am liebsten sitzt er dann im Wäschekorb und zählt die Handtücher.

Hugo ist jetzt seit ca. 1 Jahr bei mir. Er hat sich in die Tierfamilie (4 Katzen, 1 Hund) bestens integriert. Sein früheres Frauchen hat mir ja schon im Vorfeld viel über ihn erzählt. Aber was für ein Unikat dieser Kater wirklich ist, das erlebe ich jeden Tag aufs Neue. Er ist ein Supersportler. Man sieht es ihm nicht gleich an. Er hat ein kleines Bäuchlein und wenn er läuft, sieht es leicht watschelig aus. Allein seine Art, sich vorwärtszubewegen versprüht einen unnachahmlichen Charme. Aber wenn er dann so richtig loslegt, geht er auch schon mal senkrecht hoch. Er öffnet dann die Schranktür und klettert an den Klappkörben hoch. Jeder Freeclimber würde blass vor Neid!

Aber am schönsten sind die Abende. Wenn ich es mir dann zum Fernsehen im Bett gemütlich mache, lässt Hugo sich nicht lange bitten. Schwups, und er macht es sich neben mir auf dem Kopfkissen bequem. Das ist der Moment, den Ton auf der Fernbedienung lauter zu stellen. Ja, Katzen schnurren. Das weiß man. Aber Hugo schnurrt so laut wie eine Kettensäge. Da bleibt kein Auge trocken. Und der Tinnitus läßt grüßen. Rrrrrrengedenngedenngedenng.… ist der Motor erstmal angeschmissen, sind seiner Ausdauer keine Grenzen gesetzt. Außer, er schläft ein. Dann ist ohnrenbetäubende Stille. Außer den herzergreifenden Stoßsäufzern, die er nach einem anstrengenden Tag von sich gibt. Aber die kleinste Bewegung meinerseits genügt, um ihn wieder zum Kettensägen zu animieren.

Was er gar nicht mag – lesen im Bett. Sobald ich mein Buch nehme, macht er mir unmißverständlich klar, dass er das doof findet. Er legt sich einfach drauf. Also auf das Buch. Und unmittelbar vor meine Nase. Luftholen geht dann auch nicht mehr. Außer ich sauge ihn beim Atmen in mich hinein. So groß sind meine Nasenlöcher aber nicht. Obwohl er auch das gerne austestet. Jede Nacht aufs Neue prüft er, ob vielleicht meine Nasen- oder Ohrenöffnungen größer geworden sind, damit er hineinkriechen kann. Dann kuschelt er sich in mich hinein, legt mir gönnerisch seine Pfote um den Hals und seufzt zufrieden vor sich hin. Das ist die Ruhe vor dem Sturm. Denn schon bald schmeißt er seine Kettensäge wieder an…….

Ich freue mich auf viele viele viele…. weitere Jahre mit Hugo! Er bereichert mein Leben jeden Tag!

Advertisements

2 Kommentare zu „Eine Hommage an Hugo

  1. Ein wunderschön warmherziger und witziger Beitrag, liebe Rita. So manche Marotte kommt mir bekannt vor, aber dafür hält man ja Katzen, um zu sehen, was im Leben so alles geht. 🙂 Und wenn es dir gelungen ist, Katzengetippe in Menschensprache zu übersetzen, sag mir doch bitte Bescheid, ich hätte dann auch noch ein paar Anfragen. ^^

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s