Quo vadis, Deutschland?

Menschen mit hochmoralischen Platitüden finden derzeit sehr viele offene Ohren. Ja, man muss helfen. Nein, man darf nicht urteilen. Ja, alle Menschen sind gleich. Nein, keinem darf die Hilfe verwehrt bleiben.

Auch wenn ich einen aktuell sehr empfindlichen Nerv treffe: Ich bin es leid!

Die ganze Welt scheint nur noch aus der Flüchtlingsproblematik zu bestehen. Die Erde dreht sich nur noch um die Art und Weise, wie denn nun mit den Asylbewerbern umzugehen ist. Die Sonne geht nur noch auf, weil im Licht die Filme der unaufhörlichen Ströme einwandernder Menschen qualitativ besser werden.

Es gibt plötzlich Milliardenbeträge, die der Staat mal so eben aus der Hüfte leiert. Und das, obwohl Deutschland doch an allen Ecken und Kanten sparen muss. Aber für neue Zäune und Grenzen ist es da….. Den Soli sind wir ja auch noch nicht los……… Und schon gibt es bald wohl den neuen……. Im eigenen Land ist genug Armut…Viele verschiedene Meinungen!

Bevor mich der ein oder andere Leser jetzt verteufelt: Es ist ohne Frage eine sehr schlimme Situation für diejenigen Menschen, die vor unnützen Kriegen fliehen. Vor kurzem habe ich bei einer Umfrage, die auf unseren Strassen gemacht wurde, eine sehr denkwürdige Antwort gehört. Zu der Frage zur aktuellen Flüchtlingslage antwortete ein älterer Herr: Was wollen die denn alle hier? Auf den Einwand, es wäre doch Krieg in deren Land sagte er: Wir hatten auch Krieg hier. Sind wir denn alle weggelaufen? Nein, wir sind hiergeblieben und haben es wieder aufgebaut.

Es gibt viel Zündstoff in der Meinungsbildung zu diesem Thema.

Ich finde radikale Meinungen prinzipiell undurchdacht und unangebracht. Einerseits kann es von keinem verlangt werden, den nicht enden wollenden Menschenstrom verherrlichend zu dulden. Andererseits ist es eine soziale Pflicht für jeden, seinesgleichen in Not zu helfen. Egal welcher Rasse, egal welcher Herkunft.

Unangefochten befinden wir uns in einer absoluten Ausnahmesituation. Niemand kann prognostizieren, was werden wird. Nur eins ist sicher: Diejenigen, die heute am lautesten rufen und verteufeln, werden bald die Stillsten sein, sobald sie – egal auf welche Art – selbst betroffen sind.

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2 Kommentare zu „Quo vadis, Deutschland?

  1.  

    „Auch wenn ich einen aktuell sehr empfindlichen Nerv treffe: Ich bin es leid!

    Die ganze Welt scheint nur noch aus der Flüchtlingsproblematik zu bestehen. Die Erde dreht sich nur noch um die Art und Weise, wie denn nun mit den Asylbewerbern umzugehen ist. Die Sonne geht nur noch auf, weil im Licht die Filme der unaufhörlichen Ströme einwandernder Menschen qualitativ besser werden.

    Es gibt plötzlich Milliardenbeträge, die der Staat mal so eben aus der Hüfte leiert. Und das, obwohl Deutschland doch an allen Ecken und Kanten sparen muss.“

    Ja, genauso ist es: Für arme Deutsche oder eben arme Familien war nie genug preiswerter Wohnraum verfüglich, und es störte niemanden. In Hamburg, wo ich wohne ganz extrem, und nun gibt es das interne Papier der SAGA, der Wohnungsgesellschaft in Hamburg, die 90 % des zur Verfügung gestellten Wohnraum vermietet keine Wohnungen mehr außer an Flüchtlinge zu vermieten.

    Und, der Unmut wächst unter den Flüchtlingen, weil noch immer einige in Zelten wohnen müssen; andererseits sage ich das „schlechtes-soziales-Gewissen-zu-steigern“ bringt auch nichts, denn wer sich im Herbst nach Europa aufmacht muss im Spätherbst damit rechnen in dem überfüllten Deutschland in Wind und Regen in der Schlange zu stehen. So sieht eben die Praxis aus. 

    Es ist schlimm, dass das so ist. Auch, wenn Asyl keine Obergrenze kennt … Was Flüchtlinge und Asylsuchende nicht wissen, wenn sie sich auf den Weg machen in eine bessere Zukunft, wenn sie erstmal in Deutschland angekommen sind, müssen sie  über den Parcours des deutschen Amtsschimmels, wie wir alle: Nümmerchen ziehen und Klappe halten.

    Gefällt 1 Person

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